Tierpatenschaft

Ein Versprechen auf Leben. Lebenslang.

Warum wir Patinnen und Paten suchen und dennoch kein Patenschaftsprojekt haben? Unsere Einsatzteams sind täglich in Kontakt mit Tieren in extremer Not. Mit Rindern, die verletzt auf Transportern liegen, mit neugeborenen Schafen, die in überfüllten Tiertransporten drohen zertrampelt zu werden oder in Ställen, wo Tiere in dreckigen Verliesen elendig vor sich hinvegetieren, bis zum Tod.

Immer stellt sich dann die Frage: Was tun? Wie retten? Mitnehmen?

Transporteure und Tierbesitzer sehen die Tiere als Einnahmequelle. Sie geben sie in der Regel nicht her. Transporteure wollen selbst halbtote Tiere im Schlachthof abliefern. Solange das Herz schlägt, gibt es Geld. Selbst wenn wir es schaffen würden, dass alle Tiere in Not konfisziert werden, wo wäre dann Platz für sie? Dann müssten wir das denkbar grösste Tierheim der Welt bauen und Millionenbeträge zur Verfügung haben.
Ein dramatisches Dilemma, was uns im Einsatz vor oft unlösbare Probleme stellt. Und dennoch, um wenigstens in den extremsten Fällen eine Notlösung zu haben, nehmen wir im Einzelfall Tiere auf.

Zum Beispiel als wir eine elende Tierhaltung in einer polnischen Ortschaft entdecken. Unser Einsatzteam ist zu einer Routinekontrolle auf einem kleinen Bauernhof. Der Besitzer hat sich seit vier Monaten nicht mehr gemeldet. Er ist nicht zuhause. Unser Team öffnet die verschlossene Stalltür. Was es sieht, ist unvorstellbar. Vier Fohlen und Jungpferde stehen auf meterhohem Mist in ihren engen Verschlägen. Überall Schimmel, kein Wasser, kein Stroh, kein Heu. In einer Ecke liegt sterbend eine Stute. Wir erkennen sie von früheren Kontrollen. Es ist Baska. Ihr verstörtes Fohlen steht neben ihr. Baska ist nur noch Fell und Knochen. Wir verständigen die Polizei und unseren Tierarzt. Beide sind sofort da. Auch die Staatsanwaltschaft. Unser Tierarzt Dr. Blichartz versucht Baska das Leben zu retten. Ihre Körpertemperatur ist auf bedrohliche 34 Grad gefallen, sie ist in einem Schockzustand. Bereits am nächsten Tag sollen die Pferde konfisziert werden.

Es gibt aber weder einen Platz für sie noch kann der mittelose Besitzer oder die Gemeinde die Kosten einer Unterbringung übernehmen. Wenn wir nicht einspringen, wäre das Todesurteil für die Pferde. Seither leben die Jungpferde in unserer Obhut. Baska stirbt leider an den Folgen der Unterernährung.

Aus einer ähnlich schlimmen Haltung von einem Hof, wo wir Tierkadaver in Tonnen und auf Müllhaufen finden, wo Hündinnen als Gebärmaschinen missbraucht werden, nehmen wir 19 Hunde auf, pflegen sie gesund und führen bei einigen eine Traumabehandlung durch.

Diese und andre ähnliche Schicksale erleben wir sehr oft. Mehr als 700 Hunde konnten wir vermitteln. Manche Tiere (Hunde, Katzen und Pferde) bleiben jedoch bei uns. Sie sind entweder zu schwierig im Umgang oder brauchen aufwändige Pflege.

Übernehmen Sie eine Tierpatenschaft

Mit einer Patenschaft helfen Sie uns, das Leben dieser geschundenen Tiere zu retten. 

Schreiben Sie uns eine E-Mail, falls Sie an einer Tierpatenschaft interessiert sind. Auch Teilpatenschaften sind möglich.