06. November 2026

Unser Schiffs-Report auf Faunalytics: Forschung stärkt die Stimme des Tierschutzes

Die internationale Forschungsorganisation Faunalytics hat unseren Bericht über die weltweite Flotte der Tiertransportschiffe aufgegriffen. Der Beitrag fasst zentrale Ergebnisse unserer gemeinsamen Recherche mit Robin des Bois und dem Tierschutzbund Zürich zusammen. Eine wichtige Anerkennung – und ein Beispiel dafür, wie wissenschaftlich fundierte Recherchen die internationale Tierschutzarbeit stärken.

Tierschutzorganisationen setzen sich für Milliarden Tiere ein, deren Interessen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft häufig zu wenig Beachtung finden. Dabei stehen vergleichsweise wenige Organisationen und engagierte Menschen enormen wirtschaftlichen Interessen und etablierten Strukturen gegenüber. Umso wichtiger sind unabhängige Recherchen, wissenschaftliche Erkenntnisse und belastbare Daten. Sie helfen uns, Missstände aufzudecken, politische Forderungen zu untermauern und den Tieren eine Stimme zu geben.

Genau hier setzt Faunalytics an. Die US-amerikanische NGO versorgt Tierschutzgruppen weltweit mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und Forschungsergebnissen, die sie für ihre Arbeit nutzen können. Dafür betreibt Faunalytics eine Forschungsbibliothek, führt eigene Studien durch und bereitet komplexe wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich auf.

Faunalytics stellt nun auch unseren Schiffs-Report "The Global Livestock Fleet" seinen Leser:innen zur Verfügung.

Für den Bericht haben wir gemeinsam mit unserer Partnerorganisation Tierschutzbund Zürich und der französischen NGO Robin des Bois 159 Tiertransportschiffe untersucht, die weltweit lebende Tiere über die Meere transportieren. Die Ergebnisse zeigen eine erschreckende Realität: 134 dieser Schiffe wurden ursprünglich für andere Zwecke gebaut und erst später zu Tiertransportern umgebaut. Viele sind inzwischen mehrere Jahrzehnte alt und weisen erhebliche technische Mängel auf.

Auch die Kontrollen zeichnen ein alarmierendes Bild: Bei 88 Prozent der Inspektionen im Jahr 2024 stellten die Behörden Mängel fest. 15 Prozent der kontrollierten Schiffe wurden sogar festgesetzt – fast viermal häufiger als Schiffe anderer Kategorien.

Wissen teilen und gemeinsam für Veränderungen einstehen

Dass Faunalytics unsere Recherche aufgreift und ihre Ergebnisse einem internationalen Publikum zugänglich macht, freut uns sehr. Denn investigative Arbeit entfaltet ihre Wirkung nicht allein durch das Aufdecken von Missständen. Entscheidend ist auch, dass die gewonnenen Erkenntnisse verbreitet, eingeordnet und als Grundlage für weitere Veränderungen genutzt werden. Wir hoffen, dass viele Organisationen unsere Erkenntnisse nutzen, um für die Abschaffung von Tiertransporten per Schiff zu kämpfen.

Wir sind überzeugt: Je mehr unabhängige Organisationen, Forschende und engagierte Menschen ihr Wissen teilen, desto stärker wird die gemeinsame Stimme für die Tiere.

Hier geht es zum Beitrag von Faunalytics. 

Hier geht es zum vollständigen Schiffs-Report. 

Report downloaden (auf Englisch).