13.Februar.2019

Kroatien| Hafen von Raša | Schifftransporte von Kroatien in den Libanon und Israel

Unser Team beobachtet die Verladung von Bullen und Kälbern auf die Schiffe Phoenix I und Phoenix III.

Mehrere Tiertransporter stauen sich im Hafen Raša bis die Tiere auf die Schiffe umgeladen werden können.

Die Kälber werden über eine zu steile Rampe in die Phoenix I verladen.

Hafenarbeiter schlagen während der Verladung auf die Phoenix I ununterbrochen auf die Jungtiere ein.

Die Bullen werden unprofessionell auf das Schiff Dragon verladen. Die Arbeiter setzen dabei massiv Elektrotreiber ein.

Acht Tage dauert der Transport der Kälber aus Ungarn, Lettland und Litauen mit den Schiffen Phoenix I und Phoenix III von Kroatien nach Israel.

Der Schifftransporter Dragon, beladen mit Bullen, aus Ungarn und Kroatien, auf dem Weg nach Beirut (Libanon).


Anfang Februar fährt unser Team nach Kroatien. Dort verbringt unser Team  fast eine Woche nahe der Stadt Pula. Dort befindet sich der Hafen Raša, der als Hauptausgangspunkt für den Weitertransport lebender Tiere in EU-Drittstaaten gilt.

Unser Team beobachtet die Ankunft dreier, leerer Schiffe: Phoenix I, Phoenix III und Dragon. Gleichzeitig erreichen viele LKWs den Hafen, beladen mit tausenden Kälbern aus  Lettland, Litauen und Ungarn Bullen hauptsächlich aus Ungarn und Kroatien. Die Tiere werden direkt von den LKWs in die Schiffe verladen. Die Verladevorrichtungen sind nach wie vor in einem schlechten Zustand und haben sich trotz unserer Beschwerden über die letzten Jahre nicht verbessert. Der Umgang mit den Tieren ist äusserst unprofessionell, gerade was die Verladung der Kälber anbetrifft. Die Hafenarbeiter schlagen pausenlos auf die verängstigten Jungtiere ein und die offiziellen Hafen-Tierärzte gehen nicht dagegen vor.

Diese Tiere werden nicht so nahe wie möglich an ihrem Aufzuchtort geschlachtet, sondern über diese sehr langen Strecken transportiert. Die Nachfrage nach frischem Fleisch im Mittleren Osten und Nordafrika stieg innerhalb der letzten Jahre sehr stark an. Deshalb ist der Transport dieser Tiere auch längst noch nicht vorüber. Sie haben noch einen weiten Weg vor sich, der sich über fast 8 Tage unter sehr schlechten Bedingungen hinziehen wird, bis sie an ihrem Ziel Haifa (Israel) oder in Beirut (Libanon) ankommen werden.

Unsere Teams werden diese Exportpraktiken, die jährlich Millionen europäischer Tiere betreffen, weiterhin beobachten und anzeigen.