12Januar2016

Litauen | Marijampolé | Tiertransporte - Milchbetriebe

Die sehr jungen Kälber werden im Kuhstall gehalten.

Krankes Kalb, das mit Antibiotika behandelt wird.

Ein junges Kalb, das in seinem Iglu vor Kälte zittert.

Das Iglu ist für dieses grössere Kalb zu klein.

Bevor wir einen Transport nicht abgesetzter Kälber von Litauen nach Spanien begleiten, wollen wir die Haltungsbedingungen für Kälber in litauischen Milchbetrieben dokumentieren. Auf dem ersten Betrieb, den wir besuchen, werden 100 Milchkühe und ca. 30 Kälber gehalten. Fünf Kälber sind erst ein paar Tage alt und sind im Kuhstall untergebracht. Eines dieser Tiere ist krank und wird mit Antibiotika behandelt. Die etwas älteren Kälber werden draussen in Einzelpferchen gehalten. Jeder Pferch hat ein Kälber-Iglu als Witterungsschutz. Die Winter in Litauen sind jedoch sehr kalt und mehrere Kälber zittern vor Kälte, obwohl sie in den Iglus stehen. Die Einstreu in den Iglus ist stark verschmutzt und nass. Wir bemerken, dass sich keines der Kälber niederlegt. Ein Kalb, das ausserhalb des Iglus steht, scheint zu gross zu sein für sein Iglu.

Der Landwirt erzählt uns, dass er die männlichen Kälber verkauft, wenn sie zwei Wochen alt sind, und die weiblichen Tiere für die Milchproduktion behält. Die männlichen Kälber werden für die Fleischproduktion nach Holland, Spanien und Israel exportiert.