31Oktober2015

Polen | Bodzentyn | Rindermarkt Bodzentyn

Prüfung von Dokumenten

Vermehrte Kontrollen auf dem Markt

Vetinspektion gibt Anweisungen für den Transport der schwachen Kuh

Katzenfangen unter dem Transporter

Unser Team ist ab 6.00 Uhr auf dem Rindermarkt in Bodzentyn und erfährt sogleich von einem tragischen Unfall auf dem Markt. Ein Händler wurde von einer Kuh verletzt, die vom Transporter sprang, wohl aus Angst vor der steilen Entladerampe. Der Mann wird mit einer schweren Kopfverletzung ins Krankenhaus eingeliefert und wir erfahren später, dass er seinen Verletzungen erlegen ist.

Heute werden überwiegend Kühe zur Schlachtung angeboten, was wohl mit den niedrigen Milchpreisen und der schlechten Heuernte zusammen hängt. Von der Gemeinde Bodzentyn sind wieder zahlreiche Ordnungshüter im Einsatz, außerdem der Markttierarzt und zwei Tierärztinnen der Veterinärinspektion in Kielce. Unser Team verständigt die Marktverantwortlichen und die Veterinärinspektion wegen einer Kuh mit tiefen Verletzungen auf den Sitzbeinhöckern.


Die Veterinärinspektion kontrolliert so viele Transporter wie möglich und entdeckt in einem Transporter eine liegende Kuh. Sie steht auf, legt sich nach ein paar Schritten wieder hin. Die Untersuchung des Tierarztes ergibt einen schwachen Kreislauf, aber kein Fieber. Die Inspektion ordnet an, sie zum nächsten Schlachthof zu transportieren, wo sie im Fahrzeug notgetötet werden soll. Sie wird einzeln und mit einer dicken Einstreu transportiert. Unser Team begleitet die Kuh, gemeinsam mit dem Markttierarzt, zum Schlachthof um die sofortige Tötung im Fahrzeug sicherzustellen.

In beiden Fällen erstattet die Veterinärinspektion Anzeige gegen Halter und Transporteur der beiden Kühe.

Gegen Ende des Marktes muss unser Team noch eine außergewöhnliche Rettungsaktion unternehmen. Unter einem großen Transporter sitzen zwei winzige Kätzchen, die vermutlich unfreiwillig und als “blinde Passagiere” auf den Markt transportiert wurden. Wir verhindern die Abfahrt des Transporters, bis die beiden verängstigten Tiere endlich einfangen sind.